Yahoo!-Übernahme

Microsoft will nachlegen

Der Softwarekonzern Microsoft will sein Übernahmeangebot an den Suchmaschinenbetreiber Yahoo! offenbar nachbessern. Den Yahoo!-Aktionären könnte das Angebot dennoch zu niedrig sein.

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31 Dollar wollte Microsoft an die Yahoo-Eigner pro Aktie zahlen. Jetzt will das Unternehmen sein Angebot auf 33 Dollar je Aktie aufstocken - noch immer zu wenig, finden die Aktionäre.

Im Übernahmepoker um den Internet-Konzern Yahoo! prüft der Softwareriese Microsoft laut US-Medien eine Nachbesserung seines milliardenschweren Angebots. In einer Sitzung des Yahoo!-Verwaltungsrates am Mittwochabend sei jedoch keine endgültige Entscheidung gefallen, berichtete das "Wall Street Journal". Zur Diskussion stünden zudem noch immer eine feindliche Übernahme von Yahoo! sowie eine komplette Rücknahme der Offerte.

Microsoft erwäge eine Erhöhung seines bereits vor drei Monaten abgegebenen Angebots von ursprünglich 31 Dollar je Yahoo!-Aktie auf 33 Dollar, hieß es in der Zeitung unter Berufung auf Insider. Yahoo! und einige seiner Großaktionäre wollten aber zwischen 35 und 37 Dollar haben. Das Microsoft-Aufsichtsgremium habe Konzernchef Steve Ballmer weitgehend freie Hand in dem Tauziehen gegeben. Der nächste Schritt Microsofts wird noch für die laufende Woche erwartet.

Feindliche Übernahme zu teuer und langwierig

Am Wochenende war ein Ultimatum Microsofts an Yahoo! zur gütlichen Einigung über einen Kauf abgelaufen. Erstmals in seiner Geschichte könnte der weltgrößte Softwareanbieter nun eine feindliche Übernahme versuchen. Ballmer scheut diese bisher laut Berichten, weil sie teuer und langwierig werden könnte. Seine Drohung, das Angebot ganz zurückzuziehen, bewerten viele Experten eher als taktisches Manöver.

Mit dem Yahoo!-Kauf im Wert von ursprünglich 45 Milliarden Dollar (28 Mrd Euro) will Microsoft den bei Online-Suche und Internet-Werbung dominanten Rivalen Google verschärft angreifen. Yahoo! sucht nach Alternativen und verhandelt mit möglichen anderen Partnern wie Google, dem Online-Portal AOL und dem Medienmogul Rupert Murdoch.

(dpa, N24)

01.05.2008 14:02 Uhr

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