Microsoft gibt nicht auf

Kooperation statt Übernahme?

Nach der Abfuhr des heiß umworbenen Internetdienstleisters Yahoo! folgte der Abschiedsbrief. Nun versucht es Microsoft mit einer neuen Strategie.

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Schwierige Brautschau. Nach der Übernahme-Abfuhr versucht es Microsoft mit einer Kooperationsstrategie.
Platz 5: China Mobile. Mit einem Wert von 57 Milliarden Dollar erobert sich das erste chinesische Unternehmen einen Platz, in den von US-Firmen dominierten Top 10.
Google, vergangenes Jahr erst von Platz 20 auf 10 empor geschnellt, macht auch 2009 wieder Plätze gut und schiebt sich auf Rang 7 vor. Der Internetkonzern erzielte auch in diesem Jahr wieder die größte Markenwert-Zunahme überhaupt.
Platz 7: Apple, eine von zwei Technologiemarken, die sich in diesem Jahr in den Top 10 positionieren konnte. Geschätzter Markenwert 55 Milliarden Dollar.
Die Fast Food Kette McDonald's ist auf Platz 6 zu finden. Die forcierten Billigpreise-Aktionen besonders in Großbritannien und Frankreich und die Eröffnung zahlreicher McCafés führten zu höherem Absatz.
Auf Rang 5 liegt mit Nokia die wertvollste europäische Marke. Dem finnischen Handy-Hersteller gelingt zwar nicht den Rückstand im Marktsegment der Smartphones aufzuholen, im Bereich der Handys ist er jedoch weiterhin dominierend.
Der Mischkonzern General Electric, ein internationales Infrastruktur-, Finanz- und Medienunternehmen, belegt den Platz 4 des Ranking der "Best Global Brands". Der aktuelle Fokus auf Umwelt- und Gesundheitsthemen lässt das Unternehmen weiter wachsen.
Auf den 3. Platz liegt im Jahr 2009 der Microsoft-Konzern. Zum ersten Mal in der Geschichte hat Microsoft mit sinkenden Umsätzen zu kämpfen. Die neue gelaunchte Suchmaschine "Bing" und forcierte Werbung gegen Konkurrent Apple sollen gegensteuern.
Platz 10: Marlboro. Geschätzter Markenwert 37 Milliarden Dollar. Ein Wertverlust von fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Auf Platz 2 wird der amerikanische Computerhersteller IBM aufgeführt. Das Unternehmen versucht seine Marktstellung durch Fokussierung auf Umweltthemen, Gesundheitsfürsorge und Massenverkehrsmittel auszubauen.
Und auf Platz 1 ist wie im Vorjahr Coca Cola die führende "Best Global Brand 2009". Der Markenwert des Getränkeherstellers beträgt 68,73 Milliarden Dollar. Mit elf vertretenen Marken stellt Deutschland die zweitstärkste Gruppe und ...
... liegt in der Länderwertung direkt hinter den USA. Im deutschen Kader überwiegen die Automobilmarken. Mercedes-Benz bleibt mit 23,87 Milliarden Dollar auf Platz 12 die wertvollste Marke Deutschlands.
BMW folgt mit 21,67 Milliarden Dollar auf Rang 15.
Mit VW (Rang 55), ...
... Porsche (Rang 74) sind drei weitere deutsche Automobilhersteller im Ranking.

Nach der gescheiterten Übernahme des Suchmaschinenanbieters Yahoo versucht der Softwaregigant Microsoft jetzt mit einer Kooperation, die Vorherrschaft von Google zu brechen. Ziel der neuen Gespräche mit Yahoo soll diesmal keine Übernahme sein, wie Microsoft am Sonntag mitteilte. Demnach geht es darum, die Position beider Unternehmen in den Bereichen Onlinesuche und Werbung zu verbessern. Nähere Angaben machte Microsoft zunächst nicht. Der Konzern wollte aber nicht ausschließen, später ein neues Angebot für Yahoo vorzulegen. Die Gespräche könnten aber auch ergebnislos enden. Yahoo teilte mit, der Aufsichtsrat erwäge mehrere Alternativen, um den Wert des Unternehmens zu maximieren. Man sei offen gegenüber jedem Geschäft, das im besten Interesse der Aktionäre sei.

Kooperation mit Google noch nicht vom Tisch

Die Gespräche könnten auf eine Partnerschaft der Unternehmen bei Werbung im Zusammenhang mit Internetsuchen abzielen. Yahoo hat bereits eine Zusammenarbeit mit dem Marktführer Google erwogen. Diese Kooperation könnte aber auf den Widerstand der Kartellbehörden stoßen, weil die beiden Internetfirmen zusammen auf einen Marktanteil von mehr als 80 Prozent kommen. Nach Einschätzung von Analysten ist eine Zusammenarbeit aber immer noch möglich.

Microsoft hatte zuvor 47,5 Milliarden Dollar (30,6 Milliarden Euro) für Yahoo geboten. Yahoo-Chef Jerry Yang forderte weitere 5,5 Milliarden Dollar (3,55 Milliarden Euro). Deswegen platzte der Kauf. Am Donnerstag kündigte der Investor Carl Icahn an, den Aufsichtsrat des Suchmaschinenanbieters mit von ihm vorgeschlagenen Vertretern besetzen zu wollen. Dies sei die Reaktion auf die irrationale Ablehnung des Übernahmeangebots, erklärte Icahn.

Icahn kauft sich ein

Der Milliardär kaufte sich nach der Ablehnung bei dem kalifornischen Internetkonzern ein. Er soll für mehr als eine Milliarde Dollar rund 50 Millionen Aktien gekauft haben, was einem Firmenanteil von etwa 3,6 Prozent entspräche. Wegen der Zurückweisung von der Microsoft-Offerte kommt Yahoos Unternehmensführung zunehmend unter Druck.

(AP, N24)

19.05.2008 07:52 Uhr

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