Ein Herz und eine Seele
Obama lobt Clintons Wahlkampf
Barack Obama hat sich bei seiner früheren Kontrahentin Hillary Clinton für ihr Angebot zur Unterstützung seines Wahlkampfes bedankt. Auch würdigte er ihr Engagement für die demokratische Partei.
Nach Hillary Clintons Eingeständnis ihrer Niederlage bei den US-Vorwahlen der Demokraten und dem Angebot ihrer vollen Unterstützung für Barack Obama zeigte sich dieser in einer ersten Reaktion "begeistert" und dankte Clinton für ihren "tapferen und historischen" Wahlkampf. "Unsere Partei und unser Land sind durch ihr Lebenswerk gestärkt." Clintons Stärke und ihr Mut hätten Millionen Menschen beeindruckt. Der schwarze Senator hatte sich am Ende der Vorwahlen am Dienstag die nötigen Delegiertenstimmen gesichert, um im Spätsommer zum Präsidentschaftskandidaten der Demokraten nominiert zu werden.
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Die 60-Jährige Clinton rief am Samstag in der US-Hauptstadt Washington ihre Unterstützer auf, für Obama genauso hart zu arbeiten wie für sie selbst. "Ich gratuliere ihm zu seinem Sieg und zu dem außerordentlichen Wahlkampf, den er führte", sagte Clinton vor Anhängern. Nun sei es an der Zeit, wieder zusammenzufinden und bei der Präsidentenwahl am 4. November das Land herumzureißen. "Deshalb müssen wir helfen, dass Barack Obama unser Präsident wird."
Wahlkampf noch nicht offiziell aus
Bei ihren eigenen Zukunftsplänen blieb Clinton jedoch vage. Sie werde weiterhin tun, was sie seit langem mache: "Dafür arbeiten, dass jeder Amerikaner die Chancen bekommt, die ich selbst hatte." Seit langem wird darüber spekuliert, ob Clinton nun als Vizepräsidentschaftskandidatin antreten könnte. Clinton beendete ihren Wahlkampf offiziell nicht völlig, sondern setzte ihn aus. Das gibt ihr rechtlich die Möglichkeit, bis zum Nominierungsparteitag der Demokraten im Spätsommer in Denver noch Spenden zu sammeln. Während des Wahlkampfs hatte sie rund 30 Millionen Dollar (19,6 Millionen Euro) Schulden angehäuft.
(dpa, N24)
08.06.2008 09:27 Uhr








