N24 History Spezial - 50 Jahre Mauerbau

N24 Zeitreise

Herbstgeschichten

Die politischen Veränderungen im Ostblock bleiben in der DDR nicht unbemerkt. Die Bürger drängen auch hier auf demokratische Reformen - doch die SED hält an ihrem starren Kurs fest.

50 Jahre Mauerbau

Kriegsende

Seit der erfolgreichen Landung der Alliierten am 6. Juni 1944 in der Normandie befindet sich das Deutsche Reich im Zweifrontenkrieg - knapp ein Jahr später, am 8. Mai 1945, kapituliert die Wehrmacht. Mehr...
50 Jahre Mauerbau

Politische Neuordnung 1945-1949

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs teilen die Alliierten Deutschland in vier Besatzungszonen auf. Die Verantwortung für "Deutschland als Ganzes" besteht aber fort - und führt zu Spannungen. Mehr...
50 Jahre Mauerbau

Die Teilung der Welt 1961

Von 1949 bis 1961 fliehen 2,7 Millionen Menschen aus der DDR in die Bundesrepublik. Um die Abwanderung von Fachkräften aufzuhalten, baut die DDR-Regierung am 13. August 1961 die Berliner Mauer. Mehr...
50 Jahre Mauerbau

Der Weg zur Deutschen Einheit 1982-1989

Angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Situation der Sowjetunion leitet Michail Gorbatschow mit "Glasnost" und "Perestroika" grundlegende Reformen ein – sie führen zur Auflösung der UdSSR. Mehr...
50 Jahre Mauerbau

Mauerfall und Wiedervereinigung 1989-1990

Am Abend des 9. November 1989 verkündet der Sprecher der DDR-Regierung, Günter Schabowski, versehentlich, dass DDR-Bürger in den Westen reisen können und leistet damit seinen Beitrag zum Mauerfall. Mehr...
50 Jahre Mauerbau

Abzug der Alliierten 1990-1994

Der Zwei-plus-Vier-Vertrag befristet den Aufenthalt der Sowjetarmee in der ehemaligen DDR bis 1994 - im Rahmen der Abrüstung in Europa verringern die Westalliierten ebenfalls ihre Streitkräfte. Mehr...

Übersicht zur "Deutschen Teilung"

öffnenschließenDie Konferenz von Teheran 1943 Vom 28. November bis zum 1. Dezember 1943 tagen in Teheran die drei wichtigsten Alliierten der "Anti-Hitler-Koalition", um über die Neuordnung Europas nach dem Sieg über das Deutsche Reich zu verhandeln. Teilnehmer der Konferenz sind die US-Präsident Franklin D. Roosevelt, der britische Premierminister Winston Churchill und der sowjetische Staatschef Josef Stalin. Die "großen Drei" legen ihre Konzepte über die Zukunft Deutschlands offen - allen geimein ist die territoriale Neugliederung in mindestens zwei neue Einzelstaaten.

öffnenschließenMorgenthau-Plan 1944
Im September 1944 schlägt der US-Finanzminister Henry Morgenthau einen Plan vor, der die Aufteilung des Deutschen Reiches in drei autonome Einzelstaaten vorsieht. Seine Vorstellungen zielen auf eine De-Industrialisierung Deutschlands ab, um eine erneute Kriegsgefahr dauerhaft zu bannen. Dieser Plan wird jedoch von den Alliierten verworfen.

öffnenschließenDie Konferenz von Jalta 1945
Im Februar 1945 kommen Roosevelt, Churchill und Stalin erneut in einer Konferenz zusammen. Hier wird die Aufteilung des Deutschen Reiches in vier Besatzungszonen beschlossen. Die ehemalige Reichshauptstadt Berlin wird ein Sonderstatus zugeschrieben und ebenfalls unter eine Viermächte-Kontrolle gestellt. Für "Deutschland als Ganzes" betreffende Fragen soll der Alliierte Kontrollrat gebildet werden.

öffnenschließenBesatzungszone
Die Alliierten hatten die Aufteilung des Deutschen Reiches und Berlins bereits im Februar 1945 auf der Konferenz von Jalta festgelegt. Nach der Kapitulation der Wehrmacht wurden die Besatzungszonen für die USA, Grobritannien, Frankreich und die Sowjetunion errichtet. Aus den Zonen der Westalliierten entstand 1949 die Bundesrepublik Deutschland (BRD), aus der sowjetischen Zone die Deutsche Demokratische Republik (DDR). Politische Neuordnung 1945-1949

öffnenschließenKapitulation der Wehrmacht 1945
Die Wehrmacht ist besiegt. Der neue Reichspräsident, Wilhelm Keitel, unterschreibt am 8. Mai 1945 in Berlin-Karlshorst die bedingungslose Kapitulation. Damit endet der Zweite Weltkrieg in Europa und die nationalsozialistische Herrschaft im Deutschen Reich. Hitler ist seit dem 30. April nicht mehr am Leben – er beging in seinem Bunker unter der Reichskanzler Suizid. Nachkriegszeit 1945-1949

öffnenschließenDie Konferenz von Potsdam 1945
Am 2. August 1945 beschliessen die Siegermächte des Zweiten Weltkriegs das Potsdamer Abkommen. Als Ergebnis der Potsdamer Konferenz sieht der Beschluss die Demilitarisierung, Demokratisierung, Demontage und Dezentralisierung des Deutsches Reiches vor. Aufgrund von Unstimmigkeiten zwischen den Westalliierten und der UdSSR kommt es in der folgenden politischen Entwicklung zum "Kalten Krieg".

öffnenschließenGründung der BRD 1949
Die Bundesrepublik Deutschland wird mit der Verkündung des Grundgesetzes am 23. Mai 1949 gegründet. Sie umfasst bis zur Wiedervereinigung 1990 das Territorium der amerikanischen, britischen und französischen Besatzungszone (der "Trizone") mit Bonn als Hauptstadt. Der erste Bundeskanzler der neuen deutschen Republik ist bis 1963 Konrad Adenauer (CDU). Seine politische Ära ist insbesondere durch die deutsch-französische Aussöhnung, die "Westbindung" und den europäischen Integrationsprozess geprägt.

öffnenschließenGründung der DDR 1949
Die Deutsche Demokratische Republik wurde am 7. Oktober 1949 gegründet – wenige Wochen nach der Konstituierung der Bundesrepublik Deutschland. Der Zweite Deutsche Volksrat konstituierte sich als provisorische Volkskammer und beauftragte Otto Grotewohl als Ministerpräsidenten mit der Bildung einer Regierung. Sein Kollege im Vorsitz der SED, Wilhelm Pieck, wurde am 11. Oktober als Präsident der DDR gewählt.

öffnenschließenZwei-Staaten-Theorie 1955
Während die Bundesrepublik Deutschland seit ihrer Gründung davon ausging, die alleinige Vertreterin der deutschen Interessen zu sein (Alleinvertretungsanspruch und Hallstein-Doktrin), entwickelte die Deutsche Demokratische Republik (DDR), maßgeblich beeinflusst durch Nikita Chruschtschow eine Zwei-Staaten-Theorie. Demnach entstanden nach dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gebiet des Deutschen Reiches zwei souveräne deutsche Staaten.

öffnenschließenHallstein-Doktrin 1955 Die Hallstein-Doktrin war eine außenpolitische Doktrin der Bundesrepublik Deutschland von 1955 bis 1969. Sie besagte, dass die Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) als "unfreundlicher Akt" der Bundesrepublik gegenüber angesehen werden müsse. Grundlage der Doktrin war der Alleinvertretungsanspruch, die Auffassung, dass die Bundesrepublik die einzige demokratisch legitimierte Vertretung des gesamten deutschen Volkes sei; die realsozialistische DDR hingegen sei den Tatsachen nach eine Diktatur.

öffnenschließenMauerbau 1961
Die Flucht von Millionen von DDR-Bürgern in die Bundesrepublik zwingt die SED-Regierung zur hermetischen Abriegelung der innerdeutschen Grenzübergänge in Berlin. Der Mauerbau am 13. August 1961 drohte zu einem Dritten Weltkrieg zu eskalieren.Zwischen Wunder und Krise 1949-1961

öffnenschließenNeue Ostpolitik
Mit der Regierung von Bundeskanzler Willy Brandt (SPD) kam es zur Entspannungspolitik zwischen der BRD und den Ostblockstaaten. Ziel war es, die bipolare Weltordnung durch Annährung und Aussöhnung aus ihrer Starre zu lösen. Polen kam dabei eine Schlüsselrolle zu - Brandts "Kniefall von Warschau" wurde zu dem Symbol für die neue Ostpolitik. Entspannung und Koexistenz 1967-1982

öffnenschließenMichail Gorbatschow
Michael Gorbatschow, geboren am 2. März 1931 im Kaukasus, war von 1985 bis 1991 Generalsekretär der KPdSU und damit Regierungschef der Sowjetunion. Maßgeblich geprägt war seine Politik durch die die Begriffe Perestroika ("Umbau") und Glasnost ("Offenheit"). Die politischen und ökonomischen Reformen sollen Mitte der 1980er Jahre die UdSSR umfassend reformieren - die neue Politik führt zur Auflösung der Sowjetunion und ermöglicht damit die Wiedervereinigung Deutschlands. Der Weg zur Deutschen Einheit 1982-1989

öffnenschließenHelmut Kohl
Helmut Kohl (CDU), geboren am 3. April 1930 in Ludwigshafen (Rhein), war von 1982 bis 1998 Kanzler der Bundesrepublik Deutschland. Zusammen mit seinem Außenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP) war er entscheidend am deutschen Wiedervereinigungsprozess 1989/90 beteiligt und trieb den europäischen Einigungsprozess maßgeblich voran. Am 17. Januar 1991 wurde Kohl zum ersten Kanzler des wiedervereinigten Deutschlands gewählt. Der Weg zur deutschen Einheit 1982-1989

öffnenschließenZwei-plus-Vier-Vertrag
Der Zwei-plus-Vier-Vertrag, amtlich: "Vertrag über die abschließende Regelung in bezug auf Deutschland", ist ein Staatsvertrag zwischen der Deutschen Demokratischen Republik und der Bundesrepublik Deutschland sowie den vier Alliierten des Zweiten Weltkriegs. In dem Vertrag gaben die Siegermächte ihre Rechte in Bezug auf Deutschland ab und machten so den Weg für die deutsche Wiedervereinigung frei. Er wurde am 12. September 1990 in Moskau unterzeichnet.

öffnenschließenDeutsche Wiedervereinigung
Ausschlaggebend für den Beginn der Wiedervereinigungsprozesses war die Öffnung der Berliner Mauer am 9. November 1989. Notwendige Voraussetzung der deutschen Wiedervereinigung war das Einverständnis der vier Siegermächte des Zweiten Weltkrieges. Im Zwei-plus-Vier-Vertrag wurde der Einheit beider deutscher Staaten zugestimmt - Deutschland erhielt außerdem seine volle Souveränität zurück.